Kosten

 

Die Kosten der Rechtsberatung und gegebenenfalls der Interessendurchsetzung sind für (fast) jeden Mandanten ein Punkt von zentralem Interesse.

Wir möchten, dass sich unsere Mandanten von Anfang an über die entstehenden Kosten und den damit verbundenen Gegenwert bewusst sind.

Daher möchten wir Sie nachstehend über die gesetzliche Vergütung, mögliche Gebührenvereinbarungen, sowie über andere interessante Tatsachen rund um das Thema "Kosten" aufklären.

 

Gesetzliche Vergütung und Vergütungsvereinbarungen


Es gibt die für gerichtliche und außergerichtliche Tätigkeiten die Möglichkeit nach den gesetzlichen Gebühren abzurechnen, diese sind festgelegte Sätze und orientieren sich am Gegenstands- oder Streitwert [siehe Link zur Bundesrechtsanwaltskammer].

Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Gebührenvereinbarung mit dem Rechtsanwalt zu treffen.

Immer dann, wenn der Mandant die Überlegung anstellt, was ihm die Hilfe des Anwaltes wert ist, die geeignet ist, ihn aus seiner seelischen, finanziellen oder persönlichen Notsituation zu befreien, sollte er an eine Gebührenvereinbarung mit dem Anwalt denken und ihn gegebenenfalls darauf ansprechen. Dies wird der bearbeitende Anwalt in geeigneten Fällen jedoch ohnehin tun.
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Erstberatung und außergerichtliche Tätigkeit

Der gesetzliche Gebührenrahmen für die Erstberatung liegt zwischen minimal EUR 40,- und maximal EUR 190,- zzgl. MwSt. Dafür kann und wird Ihnen der Anwalt eine erste mündliche Einschätzung Ihres Falles geben.

Weitergehende Beratungen werden über Vergütungsvereinbarungen berechnet.

Dies wird der Anwalt vor der weitergehenden Beratung mit Ihnen verhandeln.

Bei den Vergütungsvereinbarungen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

 

Pauschalhonorar
EIn Pauschalhonorar eignet sich für überschaubare oder auch Standardfälle, wie z.B. Entwicklung von einfachen AGB´s, Entwurf von einfachen Verträgen, Inkassotätigkeit, etc. Hier erhalten Sie für das Pauschalhonorar eine vorab genau definierte Dienstleistung von uns.
Auch für Beratungsverträge bietet sich die Vereinbarung eines Pauschalhonorares an (z.B. 10 Stunden Beratung im Monat für EUR 2.500,-).

Vielfaches der gesetzlichen Vergütung
Die Vereinbarung eines vielfachen der gesetzlichen Gebühren bietet sich bei juristisch oder wirtschaftlich komplexen aussergerichtlichen oder gerichtlichen Verhandlungen oder Vertretungen an.
Die gesetzlichen Gebühren werden hier zum Maßstab genommen und einfach vervielfacht.

Stundenhonorar
Die Vereinbarung eines Stundenhonorars bietet sich bei unüberschaubarem oder unverhältnismäßigem Aufwand an.
Auch Beraterverträge können mittels eines Stundensatzes abgerechnet werden. Hier kann auch eine betragsmäßige Obergrenze vereinbart werden.
Unsere Stundensätze beginnen bei EUR 350,- (zzgl. MwSt.). Die Stundensätze sind nach erster Einschätzung der Schwierigkeit des Mandates durch individuelle Vereinbarung gegebenenfalls auch entsprechend höher anzusetzen. Sprechen Sie uns doch einfach auf ihr individuelles Stundenhonorar an.

Erfolgshonorar
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes muss der Gesetzgeber die Vereinbarung eines Erfolgshonorares für bestimmte Fälle regeln. Ob die Vereinbarung eines solchen Erfolgshonorares in ihrem Fall möglich ist, erfragen Sie bitte direkt bei uns.

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gerichtliche Tätigkeit

Auch hier gibt es neben den gesetzlichen Gebühren die verschiedenen Möglichkeiten der Vereinbarung einer Vergütung:

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Rechtschutzversicherung

Sollte eine Rechtsschutzversicherung vorhanden sein und auch eine Deckungszusage erteilt sein, möchten wir dennoch auf folgendes aufmerksam machen:

Die meisten Rechtsschutzversicherten haben mit ihrer Versicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart. Diese fällt je Mandat an.

Der Gebührenschuldner des Anwaltes ist in jedem Falle der Mandant. Die Rechtschutzversicherung erstattet dem Versicherten nur seine Kosten.

Die Rechtschutzversicherung zahlt im Übrigen nur die gesetzlichen Gebühren, darüber hinaus gehende Vergütungsansprüche des Rechtsanwaltes z.B. aus einer Vergütungsvereinbarung hat der Mandant selbst zu tragen.

Es bleibt anzumerken, dass im Falle des gerichtlichen Obsiegens von der gegnerischen Partei oder der Staatskasse nur die gesetzlichen Gebühren erstattet werden. Die darüber hinaus getroffene Vergütungsvereinbarung zwischen Mandant und Anwalt hat der Mandant in jedem Falle selbst zu erstatten.
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Prozesskostenhilfe

Es gibt auch die Möglichkeit, dass Ihnen zur Durchsetzung ihrer Rechte oder zur Abwehr von Ansprüchen vom Gericht Prozesskostenhilfe nach den Vorschriften der ZPO gewährt wird.

Hierüber entscheidet das Gericht nach kursorischer Prüfung der Klage oder Klageerwiderung und ihrer finanziellen Verhältnisse.

Dies stellt Sie von der Tragung der eigenen Anwaltskosten sowie Gerichtskosten frei, beziehungsweise erlaubt Ihnen die Ratenzahlung.

Die gegnerischen Rechtsanwaltskosten trägt die Prozesskostenhilfe auf keinen Fall.
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Prozessfinanzierer

Zuletzt besteht auch die Möglichkeit, dass sich ein Prozessfinanzierer um das finanzielle Risiko ihres Prozesses kümmert.

In der Regel sollten Sie hierfür mindestens EUR 50.000,- einzuklagen haben. Der Prozesskostenfinanzierer erhält im Erfolgsfalle im Allgemeinen ca. 30% der ausgeurteilten Summe. Sollten Sie verlieren, trägt der Prozessfinanzierer im Allgemeinen alle Kosten des Verfahrens.
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In eigener Sache - Kostenentstehung auf Anwaltsseite

Auch ein Anwalt kann nicht von Luft und Liebe leben. Er muss, genauso wie mancher Mandant, seine Mitarbeiter bezahlen, diesen die notwendigen betrieblichen Verbrauchsmittel zur Verfügung stellen, sowie die betriebsnotwendige Infrastruktur bereithalten. Darüber hinaus verlangt der Gesetzgeber die Vorhaltung bestimmter aktueller Literatur und die ständige Weiterbildung.

Zusätzlich dazu ist unser Anspruch uns weitergehend Fortzubilden und weiterführende Literatur vorzuhalten auch nicht kostenfrei.

Zu guter letzt muss auch die Werbung in Telefonbuch, Gelben Seiten oder ähnlichem, sowie der Internetauftritt bezahlt werden, damit wir auch von Ihnen gefunden werden können.

Das vorweggeschickt soll Ihnen, dem Mandant aufzeigen, dass eine anwaltliche Dienstleistung, genau wie ein Brötchen vom Bäcker oder ein neues Auto, ihren notwendigen Preis hat, der sich auch anhand der Betriebskosten bestimmt und keineswegs aus der Luft gegriffen ist. Sie Bezahlen zwar eigentlich „nur" für das Gehirn des Anwaltes, damit dieses effektiv genutzt werden kann, ist jedoch der ganze oben genannte Apparat nötig, die Bereitstellung eines Kanzleisitzes ist gar gesetzlich vorgeschrieben.

Ein weiterer kostentreibender Faktor ist natürlich der Gegenstandswert. Da der Anwalt für seine Tätigkeit haftet, steigt seine Vergütung analog zum Gegenstandswert. Mit steigendem Gegenstandswert steigt natürlich auch das Haftungsrisiko. Dieses Haftungsrisiko muss dann über die Gebühr abgefangen werden.
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